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Emotionen beim Computerspiel: Theoretische Modellierung und experimentelle Prüfung

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Das enorme Motivationspotenzial von Computerspielen wird vor allem von der Fähigkeit dieses Mediums getragen, vielfältige und intensive Emotionen auszulösen. Gerade im 'Wechselbad der Gefühle', dem schnellen Wechsel starker emotionaler Erfahrungen, scheint ein besonderer Reiz für die Spieler/innen zu liegen. Das Unterhaltungserleben während der Nutzung von Computerspielen lässt sich demnach insbesondere über affektive Prozesse beschreiben und erklären.

Der Vortrag systematisiert die unterschiedlichen Emotionen, die beim Computerspiel auftreten (können) und kontextualisiert das gefühlsmäßige Spielerleben in der Unterhaltungsforschung. Hier wird vor allem deutlich, dass negative Emotionen wie Angst, Ärger und Trauer einen wichtigen positiven Beitrag zum Gesamt-Spielspaß leisten.

Nach der theoretischen Modellierung des affektiven Spielerlebens werden exemplarisch Studien zum Spielspaß diskutiert, die empirische Evidenz für affektive Reaktionen von Computerspieler/inne/n liefern und damit die konzeptuellen Überlegungen zum 'emotional gaming' anreichern. Der Ausblick des Vortrags zielt auf die weitere Erforschung insbesondere der affektiven Dynamik und Komplexität der Spielerfahrung einerseits und die Frage der individuellen und gesellschaftlichen Bedeutung von Computerspielen als vielseitige und verlässliche 'Emotionsmaschinen'.

Referent

Junior Prof. Dr. Christoph Klimmt